Der Lampenschirm und Reflektor für LED-Laternen

Der Siegeszug der LEDs bei den Taschenlampen hat inzwischen auch eine Vielzahl von Laternen hervor gebracht.
Eigentlich jeder Hersteller, der etwas auf sich hält, Outdoor-Laden bis hin zum Discounter bietet LED-Laternen fürs Camping feil – einige hatte ich hier bereits vorgestellt.
Allerdings ist es immer wieder so, das einem der Grundgedanke der Laterne, ein gleichmäßiges Licht rundum, aus vielerlei Gründen nicht genehm ist.
So habe ich mich mal hingesetzt, Bleistift, Zirkel, Schere und Lochzange geschwungen und ein paar Lösungen aus der Ecke #EinfälleStattAbfälle ersonnen:

1. Der Lampenschirm – kennen die meisten von früher ;-)

Er verhindert, dass das Licht unnötig nach oben strahlt und reflektiert diesen Teil nach unten.
Je nach Laterne einen Kreis von x cm aus Spiegelfolie ausschneiden, am Rand mit Löchern versehen, Draht oder Kabelbinder (gibt Stabilität) hindurch ziehen und zu guter Letzt oben einen Schlitz für den Tragegriff hinein schneiden – fertig!
Man kann das ganze noch in Richtung Null-Budget, Ultraleicht und Upcycling treiben, wenn man wie ich hier einen Kaffee-Pad-Beutel oder ein Tetra-Pack nimmt ;-)

2. Der Reflektor – um das Licht nur in eine Richtung zu leiten.

Ich habe die Folie etwas länger wie den „Glas“-Zylinder geschnitten, da die hier gezeigten Olanterns dort eine Aussparung haben, wo ich ein Gummiband unauffällig transportieren kann und eben die Folie hinter klemme. Versehen mit einer Faltung kann ich die Folie von einem kleinen Teilbereich bis zu 3/4teln des Umfanges nach belieben variieren.

Dieses Konzept lässt sich natürlich individuell auf sämtlich vorhandene LED-Laterne anpassen – eine Idee von Gründel, der  #SmartUndSimpel bzw. #SmartAndSimple liebt ;-)

Von Mückenstichen, Juckreiz und Taschenlampen

Ihr kennt das ja alle - die Mücken (und andere Insekten) stechen einen und schon fängt es an zu jucken...
Eine allergische Reaktion unseres Körpers, der dann Histermin ausschüttet, was genau passiert weiß Wikipedia hier und hier zu berichten.
Vielleicht erinnern sich noch die älteren unter uns wie Oma und Opa ihren Teelöffel in den heißen Kaffee getan und ihn dann für ein paar Sekunden auf die Einstechstelle gedrückt haben und der Juckreiz nach ließ ... so man nicht schnell vor dem heißen Löffel weggerannt ist ;-)
Diese kurzzeitige lokale Erhitzung der betroffenen Stell mit Wärme knapp über 50°C ist im Fachjargong als Hyperthermie-Behandlung bekannt.
So setzen wir seit Jahren erfolgreich einen Wärmestift vom bite-away(beim Amazon) ein. Ähnliches gibt es für den geneigten Smartphohne-User von heat it(beim Amazon) und für Freunde der Nachhaltigkeit oder Öko(darf man das heute eigentlich noch sagen?) von Doctan(oder beim Amazon).

Soweit, so gut.
Nun bin ich neulich in einer Lampengruppe auf die Behandlungs-Idee mit einer starken Taschenlampe gestoßen ... und konnte den ersten Mückenstich der Saison garnicht abwarten, um es auszuprobieren und fotografisch zu dokumentieren.
Was soll ich sagen?
Es klappt!
Endlich haben meine lichtstarken Taschenlampen ein Alibi auch im Sommer immer mit am Mann sein zu dürfen!
Im Ernst:
Ihr müsst schon wissen wie sich die Wärmeentwicklung mit einem der o.g. Produkte anfühlt!
Eben um abzuschätzen wann es genug der Wärme ist und nicht gar Brandblasen gibt!!!
Aber ansonsten wirklich ein easy going:
Lampe auf Einstichstelle halten, eine helle Stufe wählen und abwarten bis es so heiß ist, wie vom Wärmestift bekannt.
Meine Erfahrung nach sollte die Lampe 300lm bei einem Kopfdurchmesser von 15mm bringen, größerer Reflektor gleich mehr Leistung, weil dann auch eine größere Fläche bestrahlt wird!
Natürlich könnt Ihr die Lampe auch so auf hellste Stufe stellen, kurz abwarten bis das Gehäuse/Kühlkörper heiß ist, die Lampe ausschalten und dann das heiße Gehäuse auf die betroffene Stelle halten ... allerdings ist diese Methode weniger beeindruckend für die Mitmenschen um einen herum ;-)

Der Lenkradtisch

Seit nunmehr 30 Jahren bin ich schlafender Weise mit normalen PKWs unterwegs - heutzutage titulieren sie je nach Größe, als Mini- oder Micro-Camper.
Meine Devise dabei, möglichst wenig bohren, schrauben oder sonstwie das Fahrzeug selbst verändern!
Denn unsere Fahrzeuge müssen immer im Alltag oder Events nutzbar sein - so kam auch nie eine Camping-Box in Frage.
Das dies gut in kleinen Fahrzeugen wie dem Twingo1 klappen kann, haben wir mit unserem sechswöchigen #NordkappProjekt bewiesen ;-)
Was mir aber erst unlängst als „fehlend" aufgefallen ist, ist ein Tisch bei den Vordersitzen.

Eigentlich pflegen wir auf Tour mit Tisch und Stühlen vor dem Auto zu sitzen und sind dafür optimal aufgestellt ... aber unter Corona war das oft so nicht möglich...
Da wir unter all den Verboten und Einschränkungen den Luxus genießen unser BaseCamp besuchen zu können, paaren wir dies gelegentlich mit einem Stopp bei einem DriveIn unseres geringsten Misstrauens. Und dort war die Verköstigung im Cachemobil immer wenig optimal - es fehlte ein Tisch ...
Die Frage diesbezüglich in einer der Micro-Camper-Gruppe brachte zwar keine Lösung, dafür aber Inspiration!
So habe ich mir Handschuhfächer, Ablagen und Lenkrad unserer Cachemobile mit dem Zollstock etwas genauer angeschaut und mit dem vorhandenen Equipment abgeglichen.
...und siehe da: die Lösung ist so naheliegend und simpel das sie in die Kategorie „vollkommen übersehen" oder besser noch „Brett vorm Kopf“ fällt ;-)

Seit vielen Jahren benutzen wir Euroboxen im Maße 40x30cm und haben sie mit Brettern, die exakt auf beide Seiten der Deckel passen, als Sitz und Tisch verstärkt. Nun habe ich diese Bretter genommen und mit Handschuhfächern und Lenkrädern abgeglichen .... tja, ich musste nichtmal eine Säge rausholen, um sie optimal auf die PKWs anzupassen, einzig das Lenkrad um 180° drehen und schon bildet sich eine Kante, wo der Fahrertisch eingehakt werden kann!


Beim Handschuhfach noch einfacher: öffnen, Brett hinein schieben und fertig ist der Tisch!
Smart und simpel, wie ich es liebe ;-)
Verstaut werden die Bretter nun in den Taschen der Vordersitze und gut ist!

Die Sektkorken-Laterne/Diffuser 2.0

Letztes Jahr hatte ich hier und im Social Media einige Basteleien mit Sektkorken unter dem Tag #EinfälleStattAbfälle vorgestellt.
Nun hat dieser Diffusor bzw. Laterne für Lampen mit einem Durchmesser von bis zu 16mm ein Update erfahren:

- Ich habe den Korken so abgeschnitten, das ich ihn über die Lampe schieben und mit dem Clip arritieren kann.
- Dann hab ich den Korken in einem Winkel von ca. 45° eingeschnitten, um den blechernen Reflektor einschieben zu können und so vom rundherum Strahlen auf eine Richtung zu begrenzen.
- Und schließlich ist ein Drahtbügel hinzu gekommen. In dieser abgewinkelten Form kann die Taschenlampe als Laterne nicht nur aufgehangen sondern auch nach belieben fest geklemmt werden.

Ganz einig bin ich mir mit dem Winkel des Bügeln noch nicht aber so habe ich nochmal Material gespart und kann diese Laterne/Diffuser immer mit dabei haben ;-)

* Die Laterne passt gut auf die E01 vom Fenix(mein Test), die P2 vom LED Lenser, die i3T EOS von Olight(mein Test), die i1R2 EOS von Olight(mein Test), die i3E EOS von Olight(mein Test) oder die K01 von Nextorch.

Von Clips, Magneten und Lampen

Ihr kennt das ja sicher auch, wie der Volksmund zu sagen pflegt "man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht"
Das ist mir gerade so ergangen mit den Clips von Taschenlampen...

Komisch eigentlich, da einen die Clips an Stiften das ganze Leben schon begleiten und man die auch immer in Hemd oder Beintaschen, gerade als Geocacher, dabei hat.
Auch sind sie seit vielen, vielen Jahren bei den alten kleinen MagLites als Zubehör dabei ... nur haben die irgendwie nie Verwendung bei mir gefunden ...
Die Taschenlampe war entweder im Einsatz in der Hand, auf dem Schulterträger des Rucksacks oder gut verstaut - ein Dazwischen gab es nie...
Erst letztes Jahr mit den bereits in den Tests vorgestellten Baton II und Perun mini mit den beidseitig nutzbaren Clips kam mir der Gedanke, das ich die Lampen damit auch im Zelt und an den Reepschnüren im Cachemobil aufhängen könnte ...
Und endlich kann ich bei meinen alten Micro- und Mini-MagLites den Lampenkopf als Fuß für die ausgelobte Kerzenfunktion mittels Clip sichern ;-)
... komisch, der Clip = eine völlig von mir übersehene Möglichkeit!

Und zu noch einer naheliegenden Idee haben mich die beiden kleinen Olights inspiriert:
Ich hatte noch einen ganzen Schwung 4x5x2mm messender Magneten, die da so rumlagen.
Warum also nicht diese Magneten aneinander reihen, auf den inzwischen obligatorischen TaschelampenClip magneten und mit einem Schrumpf- oder Silikonschlauch sichern?
Gedacht, getan!

Ja, und nun können sämtliche Lampen meiner sprunghaft gewachsenen Lampensammlung auch an alle magnetischen Flächen unserer Cachmobile, des mobilen HQ und und und magnetet werden.
Smart und simpel ... hätte ich schon früher drauf kommen können...

So spare ich mir sogar den Magneten in der CGA und habe ein tolles Haushalts-Helferlein ;-)

Der ultraleichte Brustgurt

Seit vielen, vielen Jahren, noch lange vor dem Ultraleicht-Boom, nutze ich die Packbeutel meiner Schlafsäcke als Gipfelrucksack oder einfach so, wenn nur wenig Material mit auf Tour kommt.
Dies ist jetzt im Winter oft der Fall, da lediglich etwas Verpflegung, Spikes und Isolierkissen auf den Buckel kommen, da der Rest ja eh angezogen ist.
Nun bin ich bekanntlich mit dem neuen und schweren Montana700i unterwegs und habe den Brustgurt meiner Rucksäcke zum Materialtransport bzw. Befestigen des Garmins schätzen gelernt.
Dummerweise sind weder meine winters gern genutzten Packbeutel noch die Leichtrucksäcke mit einem solchen Gurt ausgestattet .... es musste also eine Lösung her!
Und die sieht so aus:

Zwei Dreistegschnallen auf die Gurtbänder gefädelt, auf 60cm Reepschnur ein paar Schlaufen geknotet, Tanka zur Längenverstellung aufgezogen, zwei kleine Karabiner von Handschuhen für's komfortabele Ein- und Aushängen an die Enden festgeknotet und fertig!
Smart und simpel - so kann es gehen ;-)